Topfpflanzen

Oft frägt man sich: „Warum wächst diese Pflanze nicht richtig?“
Die Ursache kann man in 99% der Fälle auf wenige Faktoren eingrenzen.

Platz / Wachstum / Nährstoffe:
Pflanzen müssen um gesund zu bleiben (im Rahmen der Art/Gattung) ständig wachsen. Ist eine Pflanze zu groß geworden für ihren Topf, wird es eng für die Wurzeln. Außerdem sind dann meistens auch die Nährstoffe erschöpft (verfärbte Blätter) und der Wasser- bzw. Lufthaushalt des Substrats stößt an seine Grenzen.
Manche Topfpflanzen kommen sehr lange mit begrenzten Verhältnissen zurecht. Viele Kräuter (z.B. Minze, Zitronenmelisse, Zitronenverbene oder Salbei) und andere schnellwachsende Pflanzen, bei denen viel Grünzeug gebildet (und oft abgeschnitten) wird, sind meistens schon nach 1-2 Jahren soweit, dass ohne Umtopfen ein Siechtum einsetzt.
Will man keinen größeren Topf nehmen, kann einfach der Wurzelballen (um ca.1/3) beschnitten und mit neuem Substrat eingetopft werden.
Kauft man Topfpflanzen im Handel, sollte man diese sofort umtopfen. Die Produzenten kalkulieren den Platz und die Nährstoffe exakt bis zum Verkaufszeitpunkt, um Kosten zu sparen. Vor allem bei Kräutern wie z.B. Basilikum oder Oregano kann man nach dem Kauf sehr schnell eine Stagnation beobachten.

Boden / Erde / Substrat:
Topfsubstrat ist vergleichbar mit einem Schwamm, der Wasser, Luft und Nährstoffe speichern und wieder abgeben kann. Oft ist bei kränkelnden Topfpflanzen der Lufthaushalt gestört, so dass die Wurzeln nicht mehr atmen können. Fäulnis macht sich breit. Anzeichen dafür sind vor allem dunkel verfärbte Wurzeln und ein fauliger Geruch wenn man den Ballen aus dem Topf zieht.
Ist ein Substrat längere Zeit (1-2 Jahre) im Einsatz, verändert sich allmählich die Struktur. Es wird durch Mikroorganismen zersetzt. So wird es immer feiner und die Luftporen immer kleiner. Man sieht oft sogar, dass es unten am Topf durch die Löcher rieselt. Merkt man, dass Substrat sich nach dem Gießen eher wie Matsch verhält als wie ein Schwamm, sollte ausgetauscht werden.
Ungünstige Luftverhältnisse können  auch durch zu enge Übertöpfe, ständig stehendes Wasser im Untersetzer oder fehlende Drainagelöcher entstehen.

Wasser:
Der Großteil der Pflanzen wächst am besten, wenn man selten, dafür aber durchdringend gießt. Ein Wechsel zwischen tropfnass und knapp vor dem Austrocknen bietet den meisten Wurzeln eine gute Grundlage.
Gießt man zu häufig, ist der Wurzelraum zu feucht und somit schlecht belüftet. Die Wurzeln ersticken. Typisches Symptom ist wie oben schon beschrieben ein dunkler, braun bis schwarz verfärbter, stinkender Wurzelballen ohne neuen, frischen, weißen Austrieb.

Licht:
Bekommt eine Pflanze zu wenig Licht, geht das Wachstum in die Höhe. Lange, dünne Stängel und Triebe die leicht umknicken sind die Folge. Faustregel (vor allem im Winter): Je weniger Licht, desto niedriger sollte die Temperatur sein.

Natürlich könnte man hier endlos weiter schreiben. Im Normalfall kommt man aber durch diese 4 Punkte schnell zur Ursache von kränkelnden Topfpflanzen.

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