Archiv der Kategorie: Gartenwissen

Fenchel Blüten

Wir haben es wieder mal nicht geschafft, den ganzen Knollenfenchel zu verwerten. Die Fenchelpflanzen sind jetzt in voller Blüte („geschossen“). Doch auch die Blüten schmecken sehr lecker. Sie können direkt auf dem Feld als Snack, im Salat oder auch gebraten gegessen werden. Die ganze Pflanze ist nämlich essbar. Nur sind nach dem Schiessen die Blätter und der Stängel nicht mehr lecker. Diese Teile verholzen oder werden zäh.

Lauch anhäufeln

Lauch, auch Porree genannt, kann man immer höher anhäufeln. Das bedeutet, man bedeckt den unteren Teil mit Erde. So entstehen im Lauf des Wachstums unter der Erde schöne weiße Porreestangen. Wenn man das jetzt an den heißen Tagen macht, freuen sich die Lauchpflanzen über extra Schatten und das Unkraut kann schön in der Sonne vertrocknen. Es bietet sich an im gleichen Zug auch Möhren und Rote Bete anzuhäufeln. Das hält die Schnecken ab.

Grunddüngung mit Maltaflor im März

Wichtig für uns ist ein rein pflanzlicher Dünger. Maltaflor wird aus Malzkeimen und Vinasse aus der Zuckerrübenverarbeitung hergestellt. Die meisten Düngemittel im Bio und Demeter Anbau enthalten tierische Inhaltsstoffe aus der Massentierhaltung. Das möchten wir nicht auf dem Acker. Die Nährstoffzusammensetzung 4-1-5 (NPK) passt ausserdem sehr gut zu den Versorgungsstufen unseres Bodens. So bringen wir den Boden im Frühjahr auf ca. 150kg N/ha. Das ist ausreichend für schwach- und mittelzehrende Gemüsepflanzen.

Ab der nächsten Saison werden wir zusätzlich Luzerne als Gründüngung einsetzen um den Verbrauch von Plastik zu senken. Luzerne (Stichwort: Leguminosen) liefert Stickstoff aus einer Symbiose mit Knöllchenbakterien jedoch keinen der anderen Nährstoffe. Diese sind bis auf Kalium ausreichend im Boden gespeichert. Die Gehalte an Kalium sind inzwischen jedoch hoch genug um die externe Zufuhr zu reduzieren.

Der Kaliumgehalt ist auf unserem Stück Natur so niedrig, weil vor DeinBeet jahrelang nur Mais mit einer sehr einseitigen Düngung angebaut wurde.