Archiv der Kategorie: Aussaat

Thymian und Lavendel säen sich selbst

Diese 2 Thymian-Pflänzchen wachsen zwischen Knochensteinen. Die Mutterpflanze sitzt einen halben Meter höher auf einer Mauer. Das ist ein gutes Beispiel dafür, dass Direktsaaten sich weitaus robuster am Standort entwickeln als Pflanzungen: Von Beginn an passen sie sich den Gegebenheiten an und entwickeln sich entsprechend.

image

Genauso diese Lavendel: Wild auf weißem Schotter ausgesät überholen sie die Mutterpflanzen (auf dem Photo rechts im Hintergrund) im 3. oder 4. Jahr.

image

Voraussetzung für Selbstaussaaten ist natürlich eine ausreichende Ausreifung des Saatguts an der Pflanze. Am besten man entfernt die vertrockneten Blüten/Samenstände erst im Frühjahr.

Der neue Bingenheimer Katalog 2015 ist da

Der Halloween-Kürbis ist noch nicht mal ganz vergammelt und das Beet ist immer noch nicht vollständig abgeerntet, da liegt schon der neue Saatgutkatalog im Briefkasten:
Vielen Dank für dieses Meisterwerk!

image

Das ganze Bingenheim-Saatgut-Projekt ist wirklich etwas ganz Besonderes. In Zeiten, in denen sich die meisten Saatgutproduzenten darauf konzentrieren, die Landwirte möglichst zielsicher in Abhängigkeiten zu binden, hat sich Bingenheimer Saatgut voll und ganz dem Erhalt und der Zucht samenfester Sorten verschrieben. Sie werben sogar damit, dass jeder bei Bedarf das Saatgut selbst weiter vermehren („nachbauen“) kann.
Darüber hinaus bieten sie ein reichhaltiges Angebot, das nahezu keine Wünsche offen lässt.
Die angebotenen Sorten können zwar nicht zu 100% mit dem F1-, Gen-, und protoplastenfusionierten Saatgut der Konkurrenz mithalten, dafür steht das Bingenheimer-Saatgut für echte, ursprüngliche züchterische Arbeit, Pflanzen, die sich selbst, ohne Hilfe von außen, fortpflanzen können, und damit für Werte, die auch ohne aufwändige, ressourcenintensive High-Tech-Methoden bestehen können.
Kurz: Das ist gut und gefällt uns.

image

image

Neuheiten: Für meinen privaten Bedarf gibt`s nächstes Jahr Jalapenos.

image

Für`s Beet liebäugel´ ich mit den „Sweet Dreams“ als Ersatz für die Tomaten (die uns dieses Jahr witterungsbedingt schwer enttäuscht haben).
Allerdings werde ich die Paprika bei der Gärtnerei Natterer bestellen, da mir die Anzucht unter Kunstlicht in der Wohnung doch ein Bisschen zu aufwändig ist.

image

Der Katalog bietet wie immer auch einen „redaktionellen“ Teil. Objektiv erklärt werden aktuelle Themen der Saatgutwelt, jedoch ohne zu indoktrinieren:
Unsere Jungpflanzen aus der Gärtnerei Natterer sind auch oft nur als F-1 Hybriden erhältlich.
Trotzdem finde ich es super, den Großteil meines Bedarfs aus traditionell zukunftsorientierter Produktion zu beziehen und diese damit zu unterstützen.

Sembdner Sämaschine GSD

Die Sembdner GSD wird seit jahrzehnten geschätzt als robustes, langlebiges Gerät, das auch mit schwierigen Bodenverhältnissen klar kommt. Feuchter Boden oder größere Klumpen und Kluten sowie Pflanzenreste mindern zwar das Ergebnis, sind aber kein Hindernis bei der Aussaat.

Zwischenachsanbau. Vorne ein Düngerstreuer.
image

Es sind Radhacken/Rahmen im Handel (Firma Kress) erhältlich, mit denen die GSD als Handsämaschine genutzt werden kann. Darüber hinaus gibt es  auch eine eigene Version als Handsämaschine.
image

Nachteile sind das große Gewicht von ca. 20kg und die umständliche Entleerung des Saatgutbehälters.

Link auf die Seite des Herstellers:

http://www.sembdner.com/

Wer sich für Handsämaschinen interessiert, der sollte sich auch die „Terradonis JP-1“ anschauen.