Archiv der Kategorie: Boden und Pflanzenernährung

Grunddüngung mit Maltaflor im März

Wichtig für uns ist ein rein pflanzlicher Dünger. Maltaflor wird aus Malzkeimen und Vinasse aus der Zuckerrübenverarbeitung hergestellt. Die meisten Düngemittel im Bio und Demeter Anbau enthalten tierische Inhaltsstoffe aus der Massentierhaltung. Das möchten wir nicht auf dem Acker. Die Nährstoffzusammensetzung 4-1-5 (NPK) passt ausserdem sehr gut zu den Versorgungsstufen unseres Bodens. So bringen wir den Boden im Frühjahr auf ca. 150kg N/ha. Das ist ausreichend für schwach- und mittelzehrende Gemüsepflanzen.

Ab der nächsten Saison werden wir zusätzlich Luzerne als Gründüngung einsetzen um den Verbrauch von Plastik zu senken. Luzerne (Stichwort: Leguminosen) liefert Stickstoff aus einer Symbiose mit Knöllchenbakterien jedoch keinen der anderen Nährstoffe. Diese sind bis auf Kalium ausreichend im Boden gespeichert. Die Gehalte an Kalium sind inzwischen jedoch hoch genug um die externe Zufuhr zu reduzieren.

Der Kaliumgehalt ist auf unserem Stück Natur so niedrig, weil vor DeinBeet jahrelang nur Mais mit einer sehr einseitigen Düngung angebaut wurde.

Kohlrabi pflanzen / Düngeberechnung

Kohlrabi haben mittlere Nährstoffansprüche, vergleichbar mit großen Salaten, Stangensellerie, Pastinaken oder Mairübchen. Eine Zusatzdüngung von 16 bis 20g Stickstoff pro Quadratmeter ist nötig für eine gute Ernte. Alle anderen Nährstoffe und etwas Stickstoff aus dem Humusanteil des Bodens sind in gepflegten Gartenböden in der Regel vorhanden. Geht man von einem engen Pflanzabstand aus (25cm x 25cm / 16 Pflanzen pro Quadratmeter) sind das knapp über 1g N pro Pflanze.
Maltaflor enthält 4% Stickstoff, also sind
1÷4×100=25g Maltaflor pro Pflanze nötig.
Bei Hornspänen (14%N):
1÷14×100=7g.
Größere Pflanzabstände führen zu größeren Pflanzen. Der Dünger wird am besten direkt an der Pflanzstelle ausgebracht, so erreicht man eine hohe Ausnutzung. Um den Wurzelballen leicht in den Boden einbringen zu können, bearbeitet man am besten den Boden erneut mit Schaufel oder Spaten. Dabei wird gleichzeitig der Dünger einarbeitet. Dann die Pflanzen mit leichtem Druck, etwas tiefer als die Position im Anzuchtbehälter, setzen.  Setzt man die Pflanzen in eine kleine Vertiefung, bleibt das Wasser beim Angießen optimal an Ort und Stelle.

Starkregen verschlämmt den Boden

Heute gab es einen Starkregen auf dem Beet. 30 Liter pro Quadratmeter fielen innerhalb kurzer Zeit.
Die großen, schweren Tropfen zerschlagen die Bodenstruktur in der obersten Bodenschicht. Das Ergebnis ist eine glatte Oberfläche. Diese ist alles andere als optimal, denn nach ein paar Tagen Sonnenschein verwandelt sie sich in eine harte Kruste, die nur noch schwer zu durchdringen ist. Gut, dass die Aussaaten schon aufgelaufen sind.
Wechselt die Wetterlage auf sonnig und warm ist es am besten, man häckelt den Boden auf bevor er hart und durchgetrocknet ist. Das spart eine Menge Mühe. Außerdem werden die Kapillaren des Bodens unterbrochen. Das mindert die Verdunstung über dem unbewachsenen Boden und für die Pflanzen steht mehr Wasser zur Verfügung. Alter Gärtnerspruch: „Einmal Hacken ist wie zweimal gießen“

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