Archiv der Kategorie: Kompost und Dünger

Kohlrabi pflanzen / Düngeberechnung

Kohlrabi haben mittlere Nährstoffansprüche, vergleichbar mit großen Salaten, Stangensellerie, Pastinaken oder Mairübchen. Eine Zusatzdüngung von 16 bis 20g Stickstoff pro Quadratmeter ist nötig für eine gute Ernte. Alle anderen Nährstoffe und etwas Stickstoff aus dem Humusanteil des Bodens sind in gepflegten Gartenböden in der Regel vorhanden. Geht man von einem engen Pflanzabstand aus (25cm x 25cm / 16 Pflanzen pro Quadratmeter) sind das knapp über 1g N pro Pflanze.
Maltaflor enthält 4% Stickstoff, also sind
1÷4×100=25g Maltaflor pro Pflanze nötig.
Bei Hornspänen (14%N):
1÷14×100=7g.
Größere Pflanzabstände führen zu größeren Pflanzen. Der Dünger wird am besten direkt an der Pflanzstelle ausgebracht, so erreicht man eine hohe Ausnutzung. Um den Wurzelballen leicht in den Boden einbringen zu können, bearbeitet man am besten den Boden erneut mit Schaufel oder Spaten. Dabei wird gleichzeitig der Dünger einarbeitet. Dann die Pflanzen mit leichtem Druck, etwas tiefer als die Position im Anzuchtbehälter, setzen.  Setzt man die Pflanzen in eine kleine Vertiefung, bleibt das Wasser beim Angießen optimal an Ort und Stelle.

Beetvorbereitung im Herbst

Unser Kompost im Garten ist alles andere als vorbildlich angelegt. Er zählt eher zur Kategorie Müllhaufen anstatt zu der Sorte Kompostmieten, in denen bei hoher Temperatur schnell Material verrottet.
Zugegeben: Um den alljährlichen Heckenschnitt zu verdauen, wird den gehäckselten Ästen Stickstoff in Form von Hornspänen zugesetzt. Sonst würde sich das Holz nur sehr langsam zersetzen.
Es wird ausschließlich pflanzliches Material zugeführt.
Alle 1-2 Jahre kann man ernten, wir machen das in der Regel im Herbst:

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Die unteren, gut verrotteten Schichten werden freigelegt und auf einer Plane zum Gemüsebeet transportiert. Diese Plane dient in Trockenzeiten auch dazu, den Kompost vor Austrocknung zu schützen.

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Mit einem Spaten wird der Kompost nach alter Methode in den Boden eingearbeitet. Durch den Frost während des Winters ergibt sich im Frühjahr eine lockere Struktur.
Die wendende Bodenbearbeitung mit Spaten oder Pflug ist nicht die beste Bodenpflege. Aber auf stark verunkrauteten Flächen mit einem sehr schweren, tonigen Boden bietet sich das Umgraben als schnelle, einfache Lösung an um tief aufzulockern.

Maltaflor im Düngerstreuer

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Mit 4% Stickstoff, 1% Phosphor und 5% Kali ist der Dünger optimal für viele ehemalig intensiv genutzte Felder. Weil viele Mehrnährstoff – „Kunstdünger“ in der Vergangenheit zu viel Phosphor im Verhältnis zu Stickstoff enthielten, sind vor allem schwere Böden mit kleinen Korngrößen und vielen Tonmineralen reichlich mit Phosphor versorgt.
Durch die langsame Umwandlung des organischen Düngers im Boden ergibt sich eine stetige Versorgung mit Nährstoffen.

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