Archiv der Kategorie: Kulturführung

Sonnenbrand an Gurken

Diese Gurken wurden zu früh in die pralle Sonne gepflanzt. Wie die menschliche Haut, so sind auch die Blätter der Pflanzen empfindlich gegen UV-Strahlen. Zieht man Pflanzen z.B. am Küchenfenster vor, sollte man darauf achten, dass sie langsam an vollen Sonnenschein gewöhnt werden, sonst können die Blätter pergamentartig verbrennen. Meistens genügt 1 halbschattiger Tag. Man pflanzt im Zweifelsfall also am besten bei heiter bis wolkigen oder regnerischen Wettervorhersagen. Die Jungpflanzen von professionellen Jungpflanzenbetrieben werden meistens mit Cabrio-Gewächshäusern abgehärtet. Dabei wird das Gewächshausdach zeitweise geöffnet, so dass die Pflanzen Wind, Wetter und UV-Strahlung ausgesetzt sind. Ist keine Wolke in Sicht, können Pflanzen auch 2-3 mal jeweils für etwa eine halbe bis eine Stunde sonnenbaden um fit für den Acker zu werden.

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Zuckererbsen – jetzt gehts los

Die ersten Zuckerschoten sind da. Erbsen bilden bei ständiger Beerntung immer mehr Früchte. Sobald man die Schoten reif werden lässt, wird die Pflanze faul und hört auf neue Blüten zu bilden. Verständlich: Das Ziel (Nachwuchs) ist erreicht.

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Am besten man reißt den geschossenen Namenia (Rübstiel/Stielmus) nebenan aus und lässt ihn liegen: Das lenkt die Schnecken ab und verschafft Mairübchen und Erbsen mehr Luft. Zusätzlich sollten die Erbsen zu den Dicken Bohnen geführt werden. Diese dienen als Rankhilfe.

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Tomaten im eigenen Garten – Anbaustrategie

Tomaten im Garten sind oft ein Pokerspiel – wird der Sommer heiß und trocken, stehen die Chancen gut. Regnet es ab Juli häufig, rafft die Braunfäule (Phytophthora infestans) die meist noch grünen Früchte schnell dahin.
Optimal ist natürlich der Einsatz eines Gewächshauses. So bleiben die Pflanzen trocken und die Temperaturen sind höher. Beachtet man aber ein paar Punkte, ist der Ertrag auch im Freien gesichert.

Konzentrieren sollte man sich auf einen frühzeitigen Start mit schnell reifenden Sorten. So kann man schon vor dem Beginn der Braunfäulesaison ausreichend ernten. Dieser Pilz wird nämlich erst im Spätsommer zum Problem.
Ist das Ende absehbar, können die grünen Früchte abgeerntet werden und am Küchenfenster nachreifen.

  1. Sortenwahl
    Kleine Tomaten reifen viel schneller als große. Deswegen liegt der Erntebeginn bei Cocktailtomaten Wochen vor dem von „normalen“ Sorten. Ich persönlich verwende die Sorte „Sakura“ veredelt auf „Maxifort“.
  2. Zukauf von veredelten Pflanzen
    Selbst ausgesäte Tomaten sind eine wunderbare Erfahrung. Jedoch erreicht man nur mit sehr hohem Aufwand die Qualität vom Profi. Veredelte Pflanzen sind aufgrund der robusten und wüchsigen Wurzel viel schneller im Wachstum als „normale“. Optimal ist, wenn sich zur Pflanzung die erste Blüte öffnet.
  3. Frühe Pflanzung
    Traditionell werden Tomaten wegen der Gefahr von Spätfrösten erst nach den Eisheiligen ins Freie gepflanzt. Da die Temperaturen ab Mitte April bis auf einige Nächte schon hoch genug sind, verschenkt man wertvolle Kulturzeit. Realistisch sind Pflanzungen ab ca. 10. April mit Frostschutz.
  4. Vlieseinsatz
    Um Pflanzenschäden bei Frost vorzubeugen und das Wachstum durch höhere Temperaturen zu beschleunigen, ist der Einsatz eines Vlieses bei frühen Pflanzungen notwendig. Stärken von 22-30g/m² sind optimal. Da die Befruchtung der Blüten unter dem Vlies nicht optimal läuft, sollte man an sonnigen Tagen das Vlies öffnen und die Blüten etwas schütteln („trillern“). Das Vlies wird je nach Witterung ca. Mitte/Ende Mai entfernt.
  5. Düngung
    Da Tomaten schnell sehr groß werden, brauchen sie entsprechend viele Nährstoffe. Die Düngung erfolgt im Zweifelsfall mit organischem Volldünger. Dieser wird am besten im Umkreis von ca. 30cm um die Pflanzen in den Boden eingearbeitet.
  6. Bewäserung
    Im Gegensatz zu vielen anderen Pflanzen, mögen Tomaten am liebsten immer feucht. Im trockenen Hochsommer sollte man sogar mehrmals täglich gießen.
  7. Aufleiten / Ausgeizen
    Alle Seitentriebe werden ausgebrochen um das Wachstum der Früchte zu fördern. Am einfachsten ist es, den Haupttrieb entlang einer Schnur hochzuwickeln. Eine quer gespannte Schnur erhöht die Stabilität der Pflanzen bei Gewitterstürmen.

8. Juli: Erntebeginn

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27.Mai

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13. Mai

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6.Mai

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