Archiv der Kategorie: Kulturführung

Mulchpapier als Alternative zum Hacken und Schuffeln

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Mulchpapier ist eine gute Möglichkeit, um Zeit bei der Beikrautregulierung zu sparen. Besonders bei schwierigen Verhältnissen, die das Hacken behindern (Tropfschläuche neben der Kulturpflanze oder Stützkonstruktionen) kann Mulchpapier helfen. Auch wenn zeitlich Einschränkungen bestehen, z.B. im Urlaub, ist es eine hilfreiche Investition.
Wichtig beim Verlegen ist ein frisch bearbeiteter/gehackter Boden. Befinden sich Keimlinge auf der Fläche, besteht die Gefahr, dass diese das Papier einfach anheben und wegdrücken.
Die Ränder sollten mit Spießen oder Steinen befestigt werden.
Bei trockenen Verhältnissen über Tropfschläuchen ist die Haltbarkeit fast unbegrenzt. Im Freiland, unter feuchten Bedingungen (z.B. bei Kürbis), zersetzt es sich im Lauf des Jahres.

Knackige Zuckerschoten

Die Zuckererbsen sind zeitgleich direkt neben den Dicken Bohnen (Saubohnen) Anfang März ausgesät worden. Vliesbedeckung in den ersten 5 Wochen bewirkte eine schnelle Keimung. Mittlerweile sind sie sehr schön an den Saubohnen nach oben gewachsen und bilden die ersten knackig-süßen Schoten.
Am besten man erntet mindestens einmal wöchentlich alle jungen Schoten ab. Hört man auf mit Ernten und lässt die Früchte ausreifen, wachsen nur wenige neue Schoten nach. Die Pflanze denkt dann: „Alles klar, Mission erfüllt.“
Für eine gute Ernte gilt also: Dran bleiben.

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Aussaaten jäten

Wer bis jetzt noch nichts an den ausgesäten Kulturen gemacht hat, sollte sich spätestens innerhalb der nächsten 5-10 Tage ans Jäten machen. Sonst könnte es passieren, dass z.B. die Zwiebeln im Unkraut untergehen.

Am besten geht das Jäten bei feuchten Bodenverhältnissen von der Hand. Dann lässt sich Beikraut leicht mitsamt der Wurzel aus der Erde ziehen. Ist es zu trocken, kann man etwa eine halbe Stunde vorher mit der Gießkanne nachhelfen.

Zuerst sucht man die Kulturpflanzen: Alles, was „gleich“ aussieht und in einer Reihe wächst, ist ausgesät. Alles was überall wächst, ist höchstwahrscheinlich Unkraut.

Hier sieht man gut, wie Zwiebeln in einer Reihe wachsen:
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Anschließend werden in der Reihe die Unkräuter ausgezupft.
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Entlang der Reihe kann mit einer „Jätefaust“ gehäckelt werden.
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Zum Schluss macht man zwischen den Reihen mit Hacke oder Schuffel klar Schiff.
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Das ausgezupfte oder umgehackte Unkraut kann auf den Beeten liegen bleiben. Das sieht zwar für das ein oder andere Auge unordentlich aus, ist aber für die Kulturpflanzen günstig: Es wandelt sich mit der Zeit in Humus und Nährstoffe um.