Archiv der Kategorie: Krankheiten und Schädlinge

Krähen ziehen Jungpflanzen aus dem Boden

Dieses Jahr sind auf dem Beet zum ersten Mal massive Schäden durch Krähen entstanden. Vermutlich sind die Erdpresstöpfe der Jungpflanzen attraktiv für Insekten und andere im Boden lebende Tiere. Tausendfüßler, Larven und Regenwürmer waren zu beobachten.
Diese sind wiederum eine beliebte Beute der Krähen, die auf der Suche danach die Setzlinge aus den Boden reißen.

Bei der nächsten Pflanzung setzen wir die Pflanzen so tief, dass die Erdpresstöpfe nicht mehr an der Oberfläche zu sehen sind. Das kann zwar bei Salaten problematisch wegen Pilzkrankheiten sein, aber trotzdem besser als jede Pflanze doppelt zu setzen.

Schnecken an Jungpflanzen

Wer sich bei Aussaaten wundert, dass nur wenige Jungpflanzen wachsen, der sollte sich diese genauer anschauen.

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Trotz einer Keimfähigkeit von über 80% waren bei dieser Aussaat Solidago virgaurea (Europäische Goldrute) und Grindelina robusta (Grindeline) nur sehr fleckig gekeimt. Zu erwarten wäre trotz einer schlechten Keimung ein gleichmäßiger Auflauf.

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Bei näherer Betrachtung waren Pflanzenreste sichtbar: z.B. Keimblätter in Samenschale mit sauberer „Schnittkante“. Schneckenfraß?
Vor allem bei langsam wachsenden Kulturen wird Schneckenfraß oft mit einer schlechten Keimung verwechselt, weil sich Schnecken tagsüber sehr gut verstecken. Nachts werden die zarten Keimling verspeist.

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„Umfallkrankheit“

Diese Spinat-Aussaat im Gewächshaus Mitte September hat sich nur schlecht entwickelt. (im Bild die 3 Reihen auf der linken Seite)
Der Bestand ist viel zu licht. Viele Keimlinge sehen welk aus.

Das Problem ist höchstwahrscheinlich auf pilzliche Erreger zurückzuführen. Da feuchte und kühle Bedingungen die Ausbreitung der Krankheiten begünstigen, war die Vliesbedeckung in den ersten 2 Wochen nach der Aussaat wahrscheinlich der Auslöser.

Viele dieser Erkrankungen sind auf  wie beispielsweise Pythium oder Fusarium zurückzuführen.[2] [2] sind meist zu dicht stehende Keimlinge oder eine zu ausgiebige Bewässerung auf einem zu stark verdichteten Boden bei schlechter Belüftung die Ursache.[3] Häufig befallen sind Gemüsepflanzen wie Kohl, Gurken und Salate sowie Zierpflanzen und Getreide.[2]

Gegenmaßnahmen sind das Beizen des Saatgutes mit Fungiziden vor der Saat.[1] Das Verwenden von Sand und Steinmehl[3] oder Kompost[4] verhindern das Auftreten der Krankheiten. Auch das Trockenhalten[3] und das Vermeiden früher Aussaaten und enger Fruchtfolgen (v. a. bei Getreide)[2] wirken dem Problem entgegen. Vor einer Verpflanzung wirkt ein Wurzelbad mit Schachtelhalmbrühe vorbeugen

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